Architektur

Auf einem 14.000 m² großen Grundstück in Hanglage und direkt an der Waldgrenze wurden zehn Wohnhäuser und ein Gemeinschaftshaus mit insgesamt 3.030 m² Wohnfläche und 270 m² flexibel nutzbaren Gemeinschaftsräumen gebaut.
In den Gemeinschaftsräumen finden beispielsweise eine Küche mit einem gemütlichen Aufenthaltsbereich, ein Vereinsbüro, Kinderräume, eine Werkstatt, ein Atelier, ein Musikraum und eine Foodcoop Platz.
Der gemeinsame Grünraum wird unter anderem mit Obst- und Gemüsegärten, einem Schwimmteich sowie Spielbereichen für Groß und Klein gestaltet. Die großzügigen Gemeinschaftsflächen ermöglichen eine Reduktion des individuellen Wohnraums und sind gleichzeitig Begegnungsorte, die ein Zusammenleben aller Generationen fördern.
Der Verein B.R.O.T.-Pressbaum tritt selbst als Bauträger auf. Dadurch ist sichergestellt, dass die Gemeinschaft ihre Vorstellungen und Ideen direkt umsetzen kann.
Die Wohngebäude wurden als nachhaltiger Holzleichtbau mit Massivholzdecke, Zellulosedämmung und einer hinterlüfteten Fassade aus sägerauem Lärchenholz hergestellt.
In den Wohneinheiten kommt eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Enthalpie Wärmetauscher zum Einsatz. Mit einem HWB von ca. 27 kWh/m²a wird so in den Gebäuden der Niedrigstenergiestandard erreicht.
Das Regenwasser wird am Grundstück in Zisternen gesammelt und in einem eigenen Kreislauf für die Nutzung im Garten und zum Toilettenspülen bereitgestellt. So können übers Jahr rund 500 – 1.000 m³ Trinkwasser eingespart werden.

Die Heizenergie- und Warmwasserversorgung erfolgt zentral über ein eigenes Biomasse-Nahwärmenetz. Als Wärmeerzeuger kommen dabei ein 150 kW Hackgutkessel und 50 m² Sonnenkollektoren mit 4.000 l Pufferspeicher zum Einsatz. Die Hackgutbelieferung erfolgt durch den lokalen Maschinenring mit Holz direkt aus dem umliegenden Wienerwald. Dadurch wird der CO2 Footprint insgesamt minimal gehalten wird und die Wertschöpfung bleibt in der Region.
Die solarthermische Anlage unterstützt im Sommer die Warmwassererzeugung, so dass der Biomassekessel möglichst wenig im ungünstigen Teillastbetrieb gefahren werden muss.
Auf den Dächern der Gebäude wurden 6 PV-Anlagen mit insgesamt 97 kWp Nennleistung errichtet. Übers Jahr können damit rund 75% des Strombedarfs der Gebäude selbst erzeugt werden.

Timelapse Video aus der Bauphase 🙂 (Soundtrack © Skaputnik)