Sommer-NEWS

11. September 2019 Anderswo 0

BROT-Pressbaum im Sommer – Gut leben

Den Hahnenschrei am Morgen muss man sich zwar dazu denken, schwer fällt das aber nicht an einem Sommermorgen im Haitzawinkel. Was tun also, an einem Sommertag in BROT?

Lassen wir den Tag vielleicht auf dem Balkon oder der Terrasse beginnen, Tee oder Kaffee inclusive. Eventuell beginnt der Blick hier schon zu schweifen – zu tun gibt es genug!

Wir könnten den täglichen Besuch beim Gemüsebeet mit einem Bad im Schwimmteich verbinden, liegt ja gleich nebeneinander. Wichtig ist nur, dass man sich dafür viel Zeit nimmt fürs Plaudern. Und während man sich also fachsimpelnd austauscht über das Wachstum der Zucchini und Salate, können die Kinder ihre Morgenrunden am Trampolin drehen, bevor die Wasserruhe der Frösche und Libellenlarven im Teich etwas durcheinandergebracht wird. 

Schnell vergeht ein Sommertag im Haitzawinkel, der Abend senkt sich herein, das abendliche Gießen beginnt.

Und wer weiß, vielleicht ergibt es sich ja, den Tag mit NachbarInnen auf der Terrasse sitzend ausklingen zu lassen. Schön ist es hier im Haitzawinkel! 

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Foodcoop – Gut essen

Wir stellen vor: unsere Foodcoop-AG

Wenn wir einkaufen gehen wollen, müssen wir oft nur ein paar Schritte zu unserem Gemeinschaftshaus gehen. Dort gibt es zwei Räume, in denen sich unsere Foodcoop befindet; darin finden sich Brot, Getreide zum Selbermahlen (Mühle steht bereit), Kaffee, Tee, Marmeladen, Gewürze, Öle, Kartoffeln, Milchprodukte u.v.m. 

Woher kommen die Produkte? Sie kommen zu ca ¾ aus Österreich; aber es gibt auch Nudeln aus Italien, Gewürze aus Sri Lanka oder Kaffee von einem deutschen Großhandel, der von lateinamerikanischen Produzenten bezieht.

Eine unermüdliche Truppe aus 6 Personen sorgt dafür, dass das Ganze funktioniert. 

NL (Newsletter) hat ihnen 5 entscheidende Fragen gestellt:

1.Wofür ist eine Foodcoop gut und warum sollte man ihr beitreten?

Anna: Gut ist vor allem die Nähe zu den ProduzentInnen und deren Produkten und damit die Transparenz, wie Produkte produziert werden und was drinnen steckt. Dadurch, dass der/die ZwischenhändlerIn wegfällt, erhalten vor allem kleinere Produktionsbetriebe die Chance ihre Produkte zu fairen Preisen anbieten zu können. Das ist meist eine Win-Win-Situation, da auch die NutzerInnen viele Produkte billiger erwerben können wie etwa in Bioläden. 

Johanna: Ernährungssouveränität! (Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt.)

 

2.Was ist dein ganz persönliches Lieblingsprodukt?

Anna: Der Landtopfen mit Kürbiskernöl in Kombination mit den Erdäpfeln

Johanna: Schwer zu sagen, aber ich mag besonders die Kakaonips aus Sri Lanka, die geschälten Hanfsamen vom Markus Poyer und den Leberaufstrich vom Bauern Max und den Bob o Link Kaffee von der Kaffeefabrik.

Helmut:  Die Zitrusfrüchte aus Sardinien vom Rocky, die Seesaiblinge vom Daniel und die Erdäpfel vom Franz.

Christiane: die Kokosmilch von Lankaram 

 

 3.Was macht dir bei der Arbeit am meisten Freude?

Anna: das Kennenlernen neuer ProduzentInnen und die gemeinsame Verkostung ihrer Produkte. 

Johanna: der Umgang mit den qualitativen Produkten, das Suchen von neuen Lieferanten und das „Einkaufen“, also bestellen, das präsentieren der Waren. Unsere AG Treffen und das tolle Arbeiten im Team mit einem sofort erkennbaren Output.

Helmut: Neben dem direkten Kontakt mit den ProduzentInnen, den köstlichen Produkten und dem positiven Feedback unserer MitbewohnerInnen vor allem jenes: Da wir ausschließlich biologisch produzierte Lebensmittel in unserer Food Coop haben, leisten wir in unserem Rahmen einen kleinen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz und zu einer zukunftsorientierten Landwirtschaftspolitik, was sehr wichtig ist für mich.


Christiane: Hervorragende  Lebensmittel, die ökologisch nachhaltig und sozial gerecht        produziert werden, für uns alle hier zugänglich zu machen. Außerdem sind unsere AG-Treffen immer sehr fein! 

       

4.Wieviel Arbeitsaufwand steckt in einer funktionierenden Foodcoop dieser Größenordnung?

Johanna: Wir haben eine tolle Arbeitsteilung, so dass es für alle gut machbar ist, denk ich. Es ist halt nie fertig, es rennt immer weiter, also sehr kontinuierlich, immer was zu tun.

Helmut: Eine gute Vorstellung von unserer Arbeit vermittelt der Vergleich, dass wir zu sechst neben unseren beruflichen Tätigkeiten noch einen kleinen Bioladen betreiben. Das umfasst unter anderem die Suche nach geeigneten Produzentinnen, regelmäßige Bestellvorgänge, die Pflege des Lagerraumes für die Lebensmittel, der gesamte organisatorische Aufwand wie zum Beispiel die finanzielle Abwicklung und unsere regelmäßige Treffen der Arbeitsgruppe.

 

5.Was wünscht du dir von uns konsumierenden Mitgliedern?

Anna: Vor allem Interesse an den Produkten!

Johanna:  kontinuierliches Einkaufen, damit wir die erforderlichen  Mengen gut herausfinden können. Und ein sorgsamer Umgang mit den Räumen, den Lebensmitteln und der Abrechnung ist uns auch wichtig. Sauberkeit und Achtsamkeit beim Messen, Wiegen und Rechnen. Und natürlich Ehrlichkeit, aber davon gehen wir aus!

Christiane: Ich wünsche mir, dass ihr diese wunderbaren Produkte, die uns die Erde schenkt und die engagierte Bauern und Bäuerinnen, Senner*innen, Müller*innen, etc. für uns produzieren, genießen und Wert beimessen könnt. Ich wünsche mir außerdem, dass der Putzplan irgendwann funktioniert. 

—–Events—–

 

Konzert: ANANDO – Baul Musik aus Indien

Termin: 12.9.2019, 20:00 Uhr, BROT-Pressbaum, Haitzawinkel 11 g, 3021 Pressbaum

Eintritt: freie Spende

Am 12.9.2019 bekommen wir hochkarätigen Besuch von 4 besonderen Musikern aus Indien. ANANDO und seine Baul Musiker kommen wieder nach Österreich. ANANDO begeistert seine Zuhörer mit seinen Liedern und seinem Charisma. Die Musiker treten mit Musik und Tanz in leuchtenden orangen und bunten Gewändern in Erscheinung. Anando setzt in fünfter Generation das Erbe einer reichen Familientradition von Bauls fort. Mehrfach war er in den USA und in Europa auf Konzertreisen und musizierte auf internationalen Festivals.

Die Baul – Musiker sind spirituelle Wandersänger in West-Bengalen und Bangladesch. Leider ist ihre Kultur, ihre Kunst vom Aussterben bedroht, auch in Indien. Hört man die Baul singen, so erhält man eine Ahnung von ihrer tiefen spirituellen Verwurzelung und ihrer reichen mystischen Tradition. Das Wort Baul stammt aus dem Alt- Sanskrit Wort Batul, was so viel heißt, wie verrückt oder berührt vom Geist des Windes.

Die Menschen in den Dörfern schätzen und achten sie und sie hören ihnen gerne zu. Sie spenden ihnen Geld und Naturalien, wovon die Baul bescheiden leben können.

Die Baul leben eine große spirituelle Freiheit. Religion und Herkunft spielen für sie keine Rolle. Bei den Bauls sind alle willkommen, egal ob Muslime, Hindus, BuddhistInnen oder ChristInnen. Die Baul haben weder Tempel noch heilige Schriften und lehnen jede Art von Dogmen ab – ihre Religion ist die Musik.

Herzliche Einladung!!!

Foto: Sonja Steger

https://www.brot-pressbaum.at/?event=anando-baul-musik-aus-indien

 

Open House Wien @ B.R.O.T. Pressbaum

Termin: 14.9.2019, 10:00-17:00 Uhr, BROT-Pressbaum, Haitzawinkel 11 g, 3021 Pressbaum

Unter der Überschrift „Architektur zum Angreifen“ bietet das Projekt OPEN HOUSE WIEN am 14. und 15. September die Möglichkeit architektonisch besonders interessante Gebäude in Form einer Führung für die Allgemeinheit zu öffnen.

Dieses Jahr sind auch wir wieder dabei  Das heißt konkret, dass es am 14.9.2018 möglich sein wird unter Beisein von BewohnerInnen und Architekten unser Wohnprojekt von innen kennen zu lernen und alle relevanten Fragen aus erster Hand beantwortet zu bekommen.

Die Führungen finden stündlich ab 10 Uhr bis 16 Uhr statt. Treffpunkt ist unser Gemeinschaftshaus Haitzawinkel 11g (weißes Haus in der Mitte). Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Hier der Info-Link: https://openhouse-wien.at/de/b-r-o-t-pressbaum.html

 

Wohnprojekte-Frühstück

Termin: 29.9.2019, 14:00-16:30 Uhr, BROT-Pressbaum, Haitzawinkel 11 g, 3021 Pressbaum

Um verschiedene Formen gemeinschaftlichen Wohnens kennenlernen zu können, lädt die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen zu einem Wohnprojekte-Frühstück ein – diesmal zu uns in das Wohnprojekt B.R.O.T.-Pressbaum.

Am Sonntag, den 29. Mai 2019 von 10:00 bis 13:00 Uhr, kredenzen wir Kaffee, Kuchen geben Erfahrungsberichte und bieten eine Führung durch das nunmehr eineinhalb Jahre alte Wohnprojekt B.R.O.T.-Pressbaum.

Um Anmeldung und freie Spende wird gebeten!

info@brot-pressbaum

Haitzawinkel 11g

3021 Pressbaum

Wir freuen uns auf Euch!

https://www.brot-pressbaum.at/?p=3546